Die neue «Velostation Europaplatz» mit rund 1600 Zweiradabstellplätzen befindet sich direkt unter dem Europaplatz und ist damit Bestandteil des neuen Bahnhofquartiers «Europaallee» zwischen der Perronanlage des Hauptbahnhofs und dem ehemaligen Sihlpostgebäude. Der unterirdische Standort lässt an der Oberfläche zudem einen attraktiven, fussgängerfreundlichen Platz entstehen. Seit der Inbetriebnahme der neuen Durchmesserlinie im Juni 2014 hat die Bedeutung der Passage Sihlquai als zusätzliche Umsteigeachse markant zugenommen, was den Standort der neuen Velostation an der Schnittstelle zwischen Tiefbahnhof und oberirdischen Gleisanlagen zusätzlich attraktiv macht. Wichtiges architektonisches Gestaltungselement sind die Tageslichtbezüge bei den beiden Treppenaufgängen. Durch raumhohe Glasabschlüsse wird Tageslicht in die unterirdische Halle geleitet, was die Orientierung erleichtert und den Bezug zur Oberfläche herstellt. Zudem ist die Loge als Arbeitsort der Betreuenden der Anlage so angeordnet, dass ein Blick zum Licht im Tagesverlauf möglich ist und das Arbeiten im Untergrund möglichst angenehm wird. Die Materialisierung der Oberflächen ist insgesamt einfach und robust gehalten: . Boden, Wände- und Decken sind aus Recycling-Beton; Wände und Decken in einem lichten Weiss gestrichen, die Installationen allesamt auf Putz. In den Sichtbeton-Treppenaufgängen ist der Boden mit hellem Granit belegt, der damit den optischen Anschluss an selbiges Material in der Fussgängerpassage Passage «Sihlquai» findet.

Bauherrschaft:
Stadt Zürich, Tiefbauaumt

Planung/Realisierung:
2014-2017

Mitarbeit:
Mia Mechler 

Kostenplanung und Bauleitung:
dierealisatorin.ch gmbh, Zürich