Apotheke Schaffhauserplatz, Zürich 2010

Der grosszügige Verkaufsraum wird mittels eines ondulierenden Einbaumöbels in zwei Verkaufsbereiche unterteilt: In einen Medikamentenbereich mit Theke und einer seitlichen Zone mit Pflegeprodukten in Selbstwahl. Dazwischen befindet sich als Blickfang für die eintretende Kundschaft eine Vitrine mit den „100 wichtigen Medikamenten" sowie ein attraktives Sichtfenster zur dahinter liegenden Rezeptur. Der wellenförmige Einbau beginnt kompakt als Wandregal am Fenster im linken Ladenbereich und entwickelt sich zu einer komplexen, bandartigen Raumskulptur, die sich im Thekenbereich öffnet und entlang der Decke als laternenartiger Streifen gleichzeitig die Grundausleuchtung des Verkaufsraums übernimmt. Die bestehenden Unterzüge und die Stütze werden durch den Einbau abgedeckt und räumlich neutralisiert.
Hinter der Verkaufstheke sind die Sichtwahl-Heilmittel sowie der grosse Schubladenstock so angeordnet, dass für das Verkaufspersonal möglichst kurze Wege entstehen. Ganz am Ende wird die Theke leicht abgesenkt und bietet die Möglichkeit, Kunden auch sitzend zu beraten. Hinter dem vorgeschobenen Schubladenstock entsteht eine Raumschicht, welche das Apothekerbüro, das Beratungszimmer sowie der Arbeitsplatz des Wareneingangs aufnimmt. Sie sind durch Schiebetüren voneinander abgetrennt und werden über hochliegende Oberlichtbänder mit Tageslicht versorgt. Der Aufenthaltsbereich mit Teeküche befindet sich hinter dem Pflegeprodukteregal und erhält Tageslicht über das transluszente Lichtband an der Decke. In den Fensternischen sind an zwei Stellen Sitzmöglichkeiten mit Leseangebot und Spielbereich.

Bauherrschaft:
Privat

Auftragsart:
Studienauftrag 2009, 1. Rang

Realisierung:
2009-2010

Bausumme:
0.8 Mio CHF (BKP 1-9)

Mitarbeit:
Marein Gijzen (Projektleitung)

Kostenplanung & Bauleitung:
Baumann Roserens Architekten

Grafik, Beschriftung:
blink design, Zürich

Fotografien:
© Claude Plattner, Zürich